Die unsäglich zufällige Leichtigkeit des Seins der Züri Gugge 

Lady Killers/Killer Ladies

 

Gerade 24jährig, gewinnt Jean-Claude Killy bei den olympischen Winterspielen in Grenoble sämtliche drei alpinen Disziplinen und den Kombinations-WM-Titel.

 

 

Die Beatles veröffentlichen den Zeichentrickfilm "Yellow Submarine" und landen mit "Hey Jude" einen weiteren Welterfolg.

 

 

 

An den Universitäten klopfen die StudentInnen dem Establishment den Staub aus dem Jackett und sorgen dafür, dass "1968" mehr als nur eine Jahreszahl wie jede andere bleibt.

 

1968: Gründung "Zum hohlen Bauch heraus" - und SIR Alec Guinness stand dabei Pate

In Zürich werden die "Lady Killers" gegründet. Nein, das ist keine Selbsthilfegruppe für Machos und auch keine gewalttätige Sekte. Ein Lady Killer ist kein Killer von Ladies, sondern gemäss korrekter Übersetzung ein „Herzensbrecher". The Lady Killers sind eine Zürcher Guggenmusik, sind ein Rückgrat der Zürcher Fasnacht, wissenschaftlich verbrieft im Buch der "Fasnacht in Zürich", wo Paul Hugger schreibt: Guggen bilden das Rückgrat der Zürcher Fasnacht, sie prägen sie und stellen ihr wichtigstes gestalterisches Mittel dar. Fragt man die Gründungsmitglieder, ob sie sich vor mehr als 40 Jahren der fasnachtshistorischen Bedeutung ihres Tuns bewusst gewesen sind, so reagieren sie mit einem bodenständigen "Spinnst du?!" Quasi "zum hohle Buuch us", wie wir Schweizer sagen, habe sich 1968 eine Gruppe aus dem Seefeld mit KollegInnen zusammengetan und eine Gugge gegründet. Zwischenzeitlich sind die Gründer allerdings müde geworden. Viele von ihnen haben sich aufs Altenteil in die "Grufti-Gugge" zurückgezogen, wo's etwas ruhiger zu und her geht. Keiner der Altvorderen ist heute mehr aktiv bei den Lady Killers. Ach ja, der Film, den die sich damals "reingezogen" haben hiess, wer hätte es gedacht, "The Lady Killers" und handelte von einer Truppe ziemlich ungeschickter Gangster, die alle umkommen. Wer als Einzige überlebt, ist die von Cecil Parker gespielte alte Dame. Von wegen "Frauenmörder". 

Die Killer Ladies: Den Machos und Maulhelden das Fürchten beibringen

Bei der Namensgebung für die Guggenmusik stand SIR Alec Guinness’ Kriminalkomödie und der gleichnamige Kinofilm "The Lady Killers" Pate. Und um die Frage vorwegzunehmen: Ja, auch die Frauen in der Guggenmusik können sich mit dem Namen identifizieren. Zumal sie in der Untergruppe "Killer Ladies" organisiert sind, und schon so manchem Maulhelden das Fürchten beigebracht haben! Dass die Lady Killers heute vor allem bei den Medien einige Schwierigkeiten haben, eine gute Erklärung für ihren "frauenfeindlichen" Namen zu finden, zeigt wohl am deutlichsten, dass sich da in den letzten dreissig Jahren etwas geändert haben könnte. Doch zurück zur Geburtsstunde.

Dem Glöckner sei's gedankt: Selbst der Kirchturm der Erlöserkirche musste als Probenlokal herhalten

Ungefähr 20 mutwillige Fasnächtler hatten sich damals zur Gründungsversammlung im Restaurant Kolbenhof im Albisgüetli eingefunden und ihre Absichten schriftlich festgehalten. Es konnte losgehen! Zur ersten Probe traf man sich an einem Sonntagmorgen 10:30 Uhr (nach der Kirche?) im Restaurant Urania. Was eine echte Gugge ist, will ein handfestes Motto haben. Und so beschloss man, die Sport-Organisatoren von Zürich zu vergackeiern. Diese hatten vorgehabt, die Winter-Olympiade 1968 ins Hochybrig-Gebiet zu holen. Die Gwändli wurden als Skifahrer-Parodie entworfen. Nicht Flitter und Glitter, Samt und Kunstseide waren damals die Materialien aus denen die Gewänder waren. Eine Art Sack-Jute, bestens abgehangen (es handelte sich um fett- und rauchgeschwängerte alte Restaurantvorhänge), war der Stoff, aus dem die Ski(Alp)träume geschneidert wurden. Etwas Crêpe-Papier zur Verzierung und fertig war das allererste Guggenkleid! Die dazu passende Kopfbedeckung war aus Gips, einem Plastikrohr und einer Kugel geformt: Ein Skifahrerkopf mit Helm, Marke Langhals. Auch beim Basteln der Kopfbedeckung musste in späteren Jahren Lehrgeld bezahlt werden. Nachdem Staubsauger , etliche Haartrockner den Arbeiten mit Styropor,Gips und Zwei-Komponenten-Schaum zum Opfer gefallen waren, schob man die Hutgerüste auch mal als Notlösung bei einer Grossbäckerei zum Trocknen in den Ofen.Wir ersparen den geneigten Lesern an dieser Stelle Schilderungen über den Verlauf der ersten Fasnacht der Lady Killers. Die Darstellungen aus der Pionierzeit scheinen dermassen euphorisch übertrieben, dass wir nicht näher darauf eingehen möchten. Denn auch in diesem Falle gilt: Es sind noch keine MeisterInnen vom Himmel gefallen. Und so wurde übers Jahr hinweg fleissig geübt. Zuerst in den Hinterzimmern diverser Restaurants, es folgten Proben in der Kantine der Fleischwaren AG Wallisellen, im Keller der Rank Xerox an der Löwenstrasse, im Sitzungszimmer des Limmat-Clubs an der Schipfe, dazwischen und danach immer wieder kurze Gastspiele in Restaurantsälen und Beizenhinterzimmern. Und anstelle von wohlklingendem Glockengeläute musste selbst der Kirchturm der Erlöserkirche im Seefeld gelegentlich die Probekakaphonie über sich ergehen lassen. Dem Glöckner sei'sgedankt.

Heute haben die Lady Killers Gastrecht im Singsaal der Kantonsschule Zürich Wiedikon. Noch immer ist aber die Hoffnung auf ein eigenes Clublokal nicht ganz aufgegeben worden.

Natürlich verlief nicht immer alles in eitler Harmonie. Es wurde auch mal gestritten, dass die Stoff-Fetzen und Hut-Federn flogen. Diese Unstimmigkeiten führten auch schon mal zum Rücktritt eines Präsidenten. Und so war bei mancher Guggengründung in Zürich auch ein einzelner Lady Killer oder gar ein kleines Splittergrüppchen der Lady Killers mit von der Partie. Das Kriegsbeil ist jedoch längst begraben und heute pflegen die Guggen einen freundschaftlichen Umgang. Viele haben sich im Zürcher Guggering zusammengeschlossen, der am Fasnachtssamstag jeweils das alljährliche Monsterkonzert veranstaltet. Freundschaft ist überhaupt das Wichtigste unter den Guggern. Rivalitäten gibt es kaum, ausser am Monsterkonzert, wo alle "Zugabe"-Geschrei" hören wollen und überzeugt sind - die Bescheidenheit verbietet weitere Details - Züri Gugge Nummer 1 zu sein.

Vom "Tanz der Vampire" und von händeschüttelnden Narrenkappen: Zuhause auf den "Narrenbühnen des Welttheaters"

Besonders enge Beziehungen bestehen zu den "Sumpfhüener". Es gehört zur Tradition, dass sich die beiden Guggenmusiken an der Züri-Fasnacht jeden "Aushänger"-Dienstag im Restaurant Hubertus foppen und verulken. In diesem Zusammenhang können die Lady Killers stolz darauf verweisen, den Hühnern schon so manches dickes Ei gelegt zu haben (anders lautende Darstellungen sind selbstverständlich frei erfunden!).

In dem mehr als 40 Jahren ihres Bestehens haben sich zwei für die Lady Killers typische Erkennungszeichen herauskristallisiert.

Das erste ist sicher der unverwechselbare "Sound".

Das zweite sind die mit Pailletten und Strass-Steinchen auf Hochglanz getrimmten Kleider. Schön sein gehört zu den Lady Killers wie das Weihwasser zur Kirche. Vielleicht erinnern Sie sich an das eine oder andere? An "Tanz der Vampire" (1982), "Alu Ali" (1987), das Rosenkleid (1988), den "Clown" (1992) , den "blauen Federnbusch" des Jubiläumsjahres (1993) oder die etwas despektierlich als Krippenspiel bezeichnete Byzantinerrobe der Jahre 1996/97 und natürlich das spektakuläre mit Federkragen gespickte „Moulin Rouge" von 1998/99 mit dem auch der Auftritt im Moulin Rouge in Paris bestritten worden ist.

 Und ein weiteres Stück Internationalität hat sich unsere illustre Truppe mit der offiziellen Eröffnung der Lady Killers Homepage am 11. November 1999 gegeben. Seither kann man sich nun auch "virtuell" vom grauen Alltag verabschieden und zu jedem gewünschten Zeitpunkt ins bunte Fasnachtstreiben einsteigen www.ladykillers.ch .

Das erste Jahr des neuen Jahrtausends begingen die Lady Killers und Killer Ladies für einmal volkstümlich. Ganz im appenzellerisch anmutenden Schweizer Trachtenlook daherkommend wurde unter anderem auch mit Schweizer Traditionsweisen gefegt, gejodelt und "gelöffelt". Nur die geplante Alphornschau wollte und wollte auf den gesetzten Termin nicht zum Klingen kommen, obwohl die Hardware vorhanden und die Stars, Walti F, Christian und Zimmi durchaus willig waren. Man darf gespannt sein, ob da noch was kommen wird.

Zum 35 Jahr-Jubiläum 2003 erschienen die Ladykillers im Inkas-Look.

Vergänglich, wie die schnelllebige Fasnachtszeit ist auch das jeweils aktuelle Kostüm. Bereits ist das Motto für das nächste Jahr beschlossene Sache. Natürlich bleibt das neue Kostüme auch dieses Jahr wieder eines der best gehütetsten Geheimnisse. Man darf gespannt sein, mit welcher Art von gut geschminktem Tand die Lady Killers im 42 Jahr ihres Bestehens auftreten werden.      Fotogalerie

Musikalischer Stil 

Den musikalischen Stil entscheidend geprägt hat sicher Norbert Jungo (Saxophon), genannt "Jumbo", der der Gugge bis 1990 während 13 Jahren angehörte. In seiner Zeit als musikalischer Leiter dirigierte er die teils atonalen Kakaphonie-Klänge zum unverwechselbaren Killer-Sound. 

Jumbos Bruder René Jungo (Saxophon), der viel zu früh verstorbene Louis Schmid (Trompete) und 

Urs Heusser (Trompete) haben diese Vorgaben übernommen, daran gefeilt und die Lady Killers zu neuen musikalischen Höhepunkten geführt. Was bis heute daraus geworden ist, davon kann man sich auf den drei bisher von den Killers produzierten CDs überzeugen. An der Generalversammlung vom April 2000 kam ein weitere musikalische Aera zum Abschluss. Urs Heusser wünschte sich nichts sehnlicher als nach jahrelangem Grosseinsatz als "Dirigent" auch mal aus der zweiten Reihe seinen unverwechselbaren Sound auf die Bühne schmettern zu dürfen. Sein Wunsch wurde ihm, wenn auch nur mit grossen Widerwillen der ganzen Gugge, erfüllt. In seine grossen Fusstapfen trat 

Ruedi Meyer (Posaune), der sich für die Lady Killers auch schon als Kassier und dann zwei Mal als Präsident ins Zeug gelegt hatte.Er wiederum machte nach zweijähriger Amtszeit unserem ehemaligen Kücken und  Musikcrack

Christian Stoffner (Trompete) Platz, der die musikalischen Geschicke der Lady Killers 8 Jahre lang bis 2008 kompetent führte. Leider verliess er 2009 die LadyKillers zusammen mit seiner Frau Nicole (unsere Lyra-Virtuosin ), um eine Familie zu gründen. Für uns hatte das aber trotzdem ein Happy End, weil es inzwischen Ladykillers Guggen-Nachwuchs gab fürs Jahr 2028 (Tochter Aileen) Herzliche Gratulation ! 

Seit Sommer 2008 haben wir also wieder einen neuen Musikalischen Leiter Andi Frei (Posaune). Er spielt schon einige Jahre bei uns und stammt übrigens bereits aus der 2.Generation der Lady Killers.        Sounds

Organisation

Unser unverwüstliches, langjähriges Mitglied / Organisator/ Präsident  und jetziges 

Ehrenmitglied

Peter Zimmermann

Selbst das fasnächtliche Chaos muss organisiert sein..... allerdings mit Mass

Was einem jeweils an der Fasnacht als bunter Haufen entgegenkommt, muss geführt und verwaltet werden. Die Guggenkleider werden - with a little help from our friends - selber entworfen und genäht. Unter dem Jahr spielen die Lady Killers an Hochzeiten, Firmenfesten und Geburtstagen, um das nötige Kleingeld für Stoffbeschaffung und andere Ausgaben zusammenzukriegen. Die Lady Killers sind eine Guggenmusik und mitunter - schwer zu glauben aber wahr, auch ein straff geführter Verein. In den vergangenen Jahren versuchten sich mehrere verdiente Mitglieder darin, als Präsident etwas Ordnung in das gewollte Chaos zu bringen. Unter ihnen Roger Muths und Peter Schmidinger. 1999 übernahm Peter Zimmermann das von allen ungewollte und trotzdem begehrte Ehrenamt. Wie Peter Schmidinger war und ist auch er Mitglied des berüchtigten, aus 7 Lady Killers bestehenden HareHare-Klubs.

Im Laufe seiner Amtstzeit wurden - naturgemäss - altgediente Lady Killers älter und grauer (wenn auch nicht müder). Allerdings nicht ohne mit letzter Lendenkraft noch für eine wesentliche Verjüngung des ehrenwerten Vereins zu sorgen. So entstammen heute nicht weniger als vier Jungmitglieder den eigenen Reihen. Auch sonst tat sich einiges in der Mitgliedschaft. Junge und jung gebliebene neue Mitglieder kamen hinzu, während einige unserer Altfasnächtler das schönste Hobby der Welt, mindestens als Aktivmitglied, an den Zahn der Zeit hängten. Im Gegensatz zu manch anderer Zürigugge gelang es den Lady Killers die Mitgliederzahl nicht nur stabil zu halten, sondern leicht zu erhöhen und vor allem - trotz des Abgangs einiger unserer profiliertesten Musiker(innen) - unserern musikalischen Standard zu halten und weiter auszubauen. Die Wurzel dieser erfolgreichen Erneuerung waren weniger einzelne Exponenten, sondern die gesamte Gugge als Team. Die Bemühungen, die Führung unserer Gugge zunehmend in die Hand aller zu legen und die aktive Beteiligung aller Mitglieder einzufordern trugen damit reiche Früchte und führte zur Freisetzung grosser Kreativitätspotenziale. Noch kennen die Killers keine Nachwuchssorgen (Holz oder Renés Kopf anfassen).

Neben vielen alt gedienten Guggenkämpfern wie Quirli, Peter Schmidinger und Käthy Schmidinger, Wolfgang Hämmerle und Peter Zimmermann sorgen viele neuere und neueste Mitglieder für frischen Wind und neue Ideen. Das Altersspektrum reicht zur Zeit von 18 bis weit jenseits der 50-er Grenze. Will man Schmidis und Zimmis Aussagen glauben, so dürfte die Altersgrenze nach oben offen sein. Angesichts der Tatsache, dass sich unter unseren Mitglieder auch eine Krankenschwester befindet, die im Umgang mit älteren Menschen geübt ist, kann man der Zukunft mit einem gewissen Optimismus entgegen sehen. Vielleicht wäre allerdings die Mitgliedschaft eines Arztes  mittelfristig von Vorteil. 

Zum 35. Geburtstag präsentierten sich die Lady Killers in alt gewohnter Stärke und wie gewohnt mit viel ausgefallenem Humor und einem gerüttelten Mass an Selbstironie. So zum Beispiel mit dem Auftritt am Zürcher Fasnachtsumzug, mit 4 Stretch-Limousinen, begleitet von einer grossen Zahl schwarz gekleideter Bodyguards. Nicht alle haben die in diesem Auftritt versteckte Ironie verstanden, mit der wir uns über uns selbst und eine Zeit voller inhaltsleerer Wichtsäcke lustig gemacht haben. Ins gleiche Kapitel frivoler Kreativität fiel unser Auftritt als Zunft am Fasnachtsumzug 2004. Kaum eine echte Zunftmusik dürfte auf dieser Umzugsstrecke den Sechseläuten-Marsch mehr gespielt haben als wir am Züriumzug 2004. Dabei sei es dem Chronisten vergeben, wenn er an dieser Stelle darauf hinweist, dass unser Secheläuten-Marsch an Schwäbischen Narrenumzügen als Narrenmarsch gespielt wird. Zufall?

Doch zurück zu den weit weniger spektakuären, aber durchaus notwendigen Vereinsgeschäften.  Am 14. Mai 2004 wurde als erste Killer Lady Huanita Wenger von der Generalversammlung als Präsidentin gewählt. Nach einem Jahr bereits amtsmüde geworden, übergab Huanita die Leitung der Gugge an das sogenannte, aus 6 Mitgliedern bestehende L-Team, welches von nun an unter Einbezug aller Mitglieder die Vereinsgeschäfte managed, wie man inzwischen in "Neudeutsch" zu sagen pflegt. Von nun an warten nun also 6 Leitungsteammitglieder darauf, jeweils auf den Bühnen dieser Welt den verantwortlichen Narrenkappen nach dem Auftritt die zum Dank gereichten Hände zu schütteln, Orden entgegen zu nehmen oder Präsentli zu verteilen. 

Im Laufe der Zeit wurde auch für uns zunehmend deutlich, dass die Zürcher Fasnacht nur dann eine starke Zukunft haben wird, wenn alle mit vereinten Kräften daran arbeiten, das grösste Volksfest, das Zürich im Winter zu bieten hat, für alle Volksschichten attraktiv zu machen. Die Lady Killers leisteten durch ihre Mitarbeit bei der Konzeption und der Organisation einen grossen Beitrag an das Zustandekommen des ZüriCarneval 2004. Nach einer Amtszeit von fünf bewegten und intensive Jahren, war es nicht zuletzt das starke persönliche Engagement von Peter Zimmermann für den Aufbau von ZüriCarneval (und das damit zusammenhängende Bedürfnis Energien frei zu machen), welches den Ausschlag für seinen Rücktritt als Präsident der Lady Killers gab. Gleichzeitig fand eines der ganz grossen Ereignisse in der bewegten Geschichte der Lady Killers statt. An der Fasnacht 2004 feierte unsere heere Truppe zum dritten Mal einen Auftritt in Stuttgart. Während das grossen Umzugs sprach uns eine offensichtlich aus Asien stammende Dame mit dem typisch chinesischen Namen Kong an und wollte uns partout nach China einladen. Zimmermann, der mit den Lady Killers schon einiges an spektakulären Anfragen, auch unsinnige, bekommen hatte, war im ersten Augenblick gelinde gesagt skeptisch. Doch dieses Mal blieb es nicht bei der Anfrage. Rund sieben Monate und einige beinahe Nervenzusammenbrüche später machten sich die Lady Killers mit viel Gepäck und vier Alphörnern auf nach Shanghai. Was folgte war eine unvergessliche Woche mit zahlreichen Auftritten mit Tausenden von ZuschauerInnen. 

Happy Birthday 40 Jahre Lady Killers... 1968-2008 .......... und kein bisschen Blei in den Gliedern

Nach dem 40-Jahre-Jubiläum, verliessen uns viele langjährige Mitglieder (mit Daniela + Peter Zimmermann auch die wichtigsten organisatorische Stützen). Wir mussten uns also 2008 wieder neu organisieren. Seither haben wir mit Walti Furrer wieder einen Päsidenten und 4 Vorstandsmitglieder.

Fans, Wirte, Sponsoren, MitguggerInnen.......liebes Publikum: Herzlichen Dank!

In den über 44 Jahren unseres Bestehens wurden zahllose Destinationen heimgesucht. Sulz am Nekar, Tübingen, Wernau, Rottenburg, Bühl, Stuttgart, Frankfurt, Wien, Berlin, Vichy, Belgien, Nizza, Viareggio It , Monaco, Cannes usw. oder gar 2mal Shanghai China . Zweifellos ein Höhepunkt war der Auftritt 1998 im Disneyland Paris und vor allem im weltberühmten Moulin Rouge. Weitere unvergessene Erlebnisse waren natürlich unsere grossen Auftritte in Köln 2005, 2008 und 2010 und in China Shanghai/Wuhan 2004/2010. Selbstverständlich wurden und werden auch einheimische Fasnächtler in der Innerschweiz, in Basel, im Aargau, in Graubünden, Altstätten SG, im Tessin oder der Westschweiz  besucht.

An die 200 GuggerInnen haben, in der über 44jährigen Geschichte, der Gugge LadyKillers irgendwann einmal angehört. Obwohl sich nach dem 35. Jubiläumsjahr alle restlichen Gründungsmitglieder in den "Ruhestand" zurückgezogen haben und weitere Abgänge zu verzeichnen waren, zählen die Lady Killers heute 27 Mitglieder.

Wir alle wollen uns an dieser Stelle bedanken. Herzlichen Dank all jenen, die jedes Jahr durch Zuschauen, Mitmachen und "Fanen" dem Vorurteil die Stirn bieten, die Zürcher Fasnacht sei nicht mehr das, was sie einmal war. Herzlichen Dank allen Wirten, die durchgefrorenen GuggenmusikerInnen mit einem Gläschen durch die langen Nächte helfen! Herzlichen Dank allen Sponsoren. Ohne Ihr Geld und Ihre Unterstützung wäre das Guggen eine Frage des Geldes; so bleibt es eine Frage des Spass an der Freud.
Und nicht zuletzt herzlichen Dank, allen GuggenkollegInnen und Freunden, dass Ihr unsere pompöse Selbstinszenierung jeweils mit einem Lächeln begleitet. Herzlichen Dank an Euch, die Ihr Euch bis hierher durch diesen Text hindurch gelitten habt. Wir werden's wieder gut machen.